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Messedirektorin Johanna Penz

Messedirektorin Johanna Penz Foto: Günther Egger

Interview mit Johanna Penz

Sie ist die kleine, feine Schwester der Art Innsbruck: die junge Kunstmesse Art Salzburg Contemporary & Antiques International.Nach einem beeindruckenden Start im Sommer vergangenen Jahres hat die neue Messe ihr Profil weiter geschärft und bietet dem jungen wie auch dem erfahrenen Sammlerpublikum ein breites Portfolio an Kostbarkeiten. Darunter findet sich Erschwingliches von vielversprechenden Nachwuchskünstlern ebenso wie Hochkarätiges aus Bereichen wie der Klassischen Moderne oder der Gegenwartskunst. Messedirektorin Johanna Penz erläutert, was die beiden von ihr ins Leben gerufenen Kunstmessen in Innsbruck und Salzburg ausmacht:
Mundus Was ist das spezifische Messekonzept der Art Salzburg Contemporary? Was haben die Art Salzburg Contemporary und die Art Innsbruck gemeinsam und worin unterscheiden sie sich?
Johanna Penz Die Basis unseres Messekonzepts sieht für beide Standorte ein ausgewähltes Angebot an Zeitgenössischer Kunst, Pop Art, Klassischer Moderne und Jugendstil bis zur Postmoderne sowie ein kleines, exquisites Segment an Kostbarkeiten älterer Zeiträume vom 19. Jahrhundert bis heute vor. Hierzu gehört für mich auch die permanente Beachtung des internationalen Ansatzes, dass also die Aussteller aus verschiedensten europäischen Nationen kommen und einen repräsentativen Querschnitt des aktuellen europäischen Kunstgeschehens zeigen. Auf der Art Innsbruck als dem historisch gewachsenem “Flaggschiff” von mittlerweile beachtlicher Größe fokussieren wir auf ein etwas breiter aufgestelltes Programm. Das heißt, es werden sowohl international renommierte Kunstgrößen als auch eine solide Mitte nationaler Provenienz gezeigt. Die Messestadt Salzburg hingegen gilt per se als Synonym für Kunst und Kultur. Das Programm der Art Salzburg Contemporary trifft daher als “kleine, feine” Kunstmesse eine etwas stringentere Auswahl der Aussteller, pendelt sich dabei überwiegend im höherpreisigen Segment ein und bedient gezielt einen ausgewählten Kreis an Sammlern. Der Fokus auf Qualität bleibt jedoch an beiden Messestandorten an oberster Stelle. Das Wichtigste ist meines Erachtens, Menschen zu berühren, sie da abzuholen, wo sie stehen, und sie mitzunehmen auf einen Höhenflug des Anspruches und der Qualität. Ergänzend sei noch erwähnt, dass sich die beiden Messestandorte auch dadurch gegenseitig befruchten, dass besonders spannende Präsentationen weitergereicht werden: beispielsweise Andjé Pietrzyk mit seiner Skulptur Bukephalos, eine Hommage an das Siegerpferd Alexanders des Großen, die aus Salzburg 2017 in Innsbruck 2018 ihre Fortschreibung gefunden hat.