Konzept

Wer wir sind

Das Münchner Kunst- und Kulturmagazin mundus ist ein Publikumsmagazin, das sich an Münchner wendet, an solche, die es werden wollen (und sei es nur im Urlaub) und an alle, die sich auch jenseits der Stadtgrenzen für Kunst und Kultur begeistern.

mundus stellt in jedem Quartal junge und unbekannte Künstler vor, die nach Möglichkeit eine Akademie besucht haben und deren Arbeiten als Maler, Fotograf oder Bildhauer nicht nur ein hohes Maß an geistiger Substanz enthalten, sondern die auch in der handwerklich-technischen Ausarbeitung sowie in der Beherrschung der Farb- und Formensprache besonders herausragen.

mundus berichtet ausführlich über die besonders sehenswerten Ausstellungen aus dem Münchner Museumsleben, um auf die lebendige und erstklassige Museumsszene dieser Stadt aufmerksam zu machen. Daneben enthält mundus in jedem Heft eine Vielzahl von Artikeln, die sich mit kunstgeschichtlichen und kunstpsychologischen Fragestellungen beschäftigen.

mundus berichtet über Kunstwerke, die ausdrucksstark sind und für sich sprechen. Wir machen vor allem diejenigen Künstler und Werke bekannt, die auf eine individuelle und intelligente Weise in der Tradition einer klassischen abendländischen Ästhetik stehen bzw. einer kritischen Auseinandersetzung mit ihr – und das auf hohem technischen Niveau.

Ergänzend zur klassischen kunstgeschichtlichen Bildanalyse betrachten wir den Kunstschaffenden und sein Werk nicht nur oder in erster Linie unter dem Aspekt ihrer Formensprache, sondern auch auf dem Hintergrund kulturgeschichtlicher und individualpsychologischer Aspekte.


Wie wir Kunst verstehen

Gute Kunst kann politisch, zeitkritisch oder ein Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse sein. Aber auch Werke, deren thematische Wurzeln primär in der individuellen Biographie des Künstlers liegen, haben ihren besonderen Reiz und sind oftmals Meisterwerke, auch wenn sie nicht aus der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen entsprungen sind.

„Es ist schon alles gemalt worden, nur noch nicht von allen“ …um es in Abwandlung eines Karl-Valentin-Zitats zu sagen. Wir nehmen wahr, dass der selbstauferlegte Zwang, avantgardistisch zu sein, manche Künstler dazu treibt, groteske und absurde Werke zu schaffen, nur um Aufmerksamkeit zu erregen oder sich gut zu vermarkten. Dabei gleiten nicht wenige künstlerische Arbeiten ins Banale, Beliebige und Austauschbare ab.

mundus fördert Künstler, die sich selbst und ihrem Stil treu bleiben, auch wenn dieser Stil auf dem Kunstmarkt gerade nicht oder noch nicht en vogue ist. Kunst ist nicht erst dann gute Kunst, wenn sie etwas völlig Neues gestaltet. Vielmehr sind ein hohes Maß an Spannung, Plausibilität, Stimmigkeit von Idee und Form sowie Glaubwürdigkeit wesentliche Kriterien für ein wirklich gutes Kunstwerk. „Was modern ist, kann morgen schon wieder von vorgestern sein; doch was von weit her kommt, kann vielleicht auch weit in die Zukunft reichen.“ Gemäß diesem Zitat des Münchner Bildhauers Franz Mikorey verstehen und fördern wir eine Kunst, die an Überzeitliches rührt und jenseits kurzlebiger Moden eine Qualität bietet, die auch in Zukunft noch gefragt sein wird.


Im Fokus: die atmosphärische Wirkung

Es geht nicht nur darum, Kunst zu verstehen. Es geht auch darum, sie zu fühlen. Ein entscheidendes Kriterium in der Beurteilung von Kunst ist die Frage, was ein Betrachter empfindet, wenn er vor einem Werk steht. Wer nach einer Vernissage konfus und deprimiert ist, hat mit großer Wahrscheinlichkeit keine Kunst betrachtet, die eine besondere Hochwertigkeit besitzt. Kunst soll Menschen erfreuen, beruhigen, innerlich ordnen, trösten, aufbauen, erheitern, anregen, aufwecken, bereichern, ihre Stimmung aufhellen und sie sensibilisieren, intelligenter, wacher, kritischer und bewusster machen. Gelingt ihr das nicht oder bewirkt sie gar das Gegenteil, indem sie eine destruktiv-verstörende Wirkung auf den Betrachter ausübt, hat sie ein Stück weit ihren Sinn verfehlt. Zeitgenössische Kunst kann und soll provozieren, solange sie dabei ein hohes Maß an innerer Substanz vermittelt und die Arbeiten ästhetisch und handwerklich ein hohes Niveau behalten.


Kunstwerke, die für Kunst begeistern

mundus fördert Kunst von Menschen für Menschen: den Dialog von Künstlern mit den Betrachtern ihrer Werke. Wir wollen auch diejenigen Menschen zu einer Auseinandersetzung mit Kunst anregen, die sich – vielleicht sogar mit einem Kopfschütteln - davon verabschiedet haben. Unser Blick auf die Kunst ist anders als gewöhnlich: wir betrachten sie mit einem frischen, unverstellten Blick und unabhängig von Akademiemeinungen oder marktorientierten Überlegungen. Im Mittelpunkt stehen immer das Werk und seine Aussage. Wir orientieren uns weniger an den zur Zeit hochgehandelten Namen der Kunstszene als an der inneren und äußeren Hochwertigkeit der künstlerischen Arbeiten – und vor allem daran, ob sie eine positive Vision vermitteln.

Jedes Kunstwerk ist eine Form von Sprache. Was der Dichter mit Worten zum Ausdruck bringt, kleidet der Künstler in Formen und Farben. Diese „Sprache“ zu übersetzen, ist der Beginn eines spannenden Dialogs über Kunst.