Paula Modersohn-Becker - Der Weg in die Moderne

Zwischen Spätimpressionismus und Expressionismus. Eine Ausstellung im Bucerius Kunst Forum Hamburg

So wie die Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) künstlerisch zwischen zwei Generationen arbeitete, lebte sie geistig und topographisch in zwei ebenso verschiedenen Welten. Beeindruckt von den stimmungsvollen Bildern der Künstlerkolonie Worpswede, siedelte sie nach Abschluss ihres Berliner Malstudiums 1898 in das abgeschiedene Dorf in der Nähe von Bremen über. Unter dem Eindruck des Worpsweder Naturlyrismus entstanden ihre ersten Landschaftsbilder. Anstatt jedoch wie ihre Künstlerkollegen einen Landschaftsausschnitt möglichst naturgetreu zu malen, dachte Modersohn-Becker zunächst lange über die Komposition des Bildes nach. Erst nachdem Ausschnitt, Form und Farbe festgelegt waren, ging sie an die Staffelei. In Deutschland fand sie für ihre unkonventionelle und zukunftsweisende Malerei keine Strukturen: Künstler wie Kirchner, Beckmann, Klee, Marc oder Kandinsky waren noch nicht bei ihrem eigenständigen, revolutionären Werk angelangt; außerdem fehlten wirksame Förderer, Händler und Sammler.

Noch bis 1. Mai 2017
Bucerius Kunst Forum

Rathausmarkt 2, 20095 Hamburg
www.buceriuskunstforum.de

Öffnungszeiten: täglich 11.00 – 19.00, Do bis 21.00

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