Porträtiert für die Dauer

Menschenbilder in Metall von Antike bis Gegenwart

EVA LUDWIG-GLÜCK

Bildhauerei in Metall hat eine lange Tradition. Frühe Plastiken aus Bronze oder Kupfer sind bereits aus dem alten Ägypten und der Antike bekannt. Sogar zu den sieben Weltwundern der Antike zählte eine Metallplastik: Die mehr als dreißig Meter hohe, monumentale Bronzestatue Der Koloss von Rhodos des Bildhauers Chares von Lindos wurde 292 v. Chr. auf der griechischen Insel Rhodos errichtet. Von damals bis heute ist Metall ein zentraler Werkstoff der Bildhauerei. Das Spektrum reicht von traditionellen Materialien wie Bronze, Gold, Silber, Kupfer und Messing bis zu ursprünglich industriell und militärisch genutzten Materialien wie Stahl, Aluminium und Eisen, die in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls in die Kunst Einzug hielten.
Das plastische Arbeiten in Metall kennt, grob gesagt, zwei Grundtechniken. So kann eine Form aus Blechen herausmodelliert werden; auf diese Weise entstehen Reliefs, aber auch große Plastiken wie die Freiheitsstatue im New Yorker Hafen oder die Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Ein frühes Menschenbildnis, das mit dieser Technik hergestellt wurde, ist die Plastik des ägyptischen Pharao Pepi I. von 2250 vor Christus, die aus vernieteten Kupferblechen besteht.

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