Komödie des Daseins

Helme Heine Nationalismus macht blind Acryl.
© Helme Heine
Māori und Pākehā sind einander zugewandt. Jeweils gut am Hinterkopf verknotet, so dass sie sich ja nicht löst, verhüllt die Māori-Flagge den Kopf des Einen, die neuseeländische Fahne den des Anderen, so dass beide einander nicht sehen können: Nationalismus macht blind.

Mãori-Kunst und Helme Heines Blick auf Neuseeland. Eine Ausstellung im Museum Fünf Kontinente in München

Er zählt zu den großen Bilderbuchkünstlern der Gegenwart. Seine etwa siebzig Bücher wurden in fünfunddreißig Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von fünfundzwanzig Millionen Exemplaren: Helme Heine. Der 1941 in Berlin geborene Künstler arbeitete zwölf Jahre als Regisseur und Schauspieler in Südafrika, bevor er 1977 nach Deutschland zurückkehrte, wo er im wahrsten Sinne des Wortes eine Bilderbuch-Karriere machte. Seit vielen Jahren lebt Helme Heine inzwischen als bildender Künstler und Schriftsteller in Neuseeland, mit dessen Geschichte und Kultur er in engem Dialog steht.