80 Jahre Haitzinger?! Karikaturen für die Tagespresse

Donald Trump und der Freiheitsstatue

I have a dream
© Horst Haitzinger 2018

Ausstellung zum 80. Geburtstag des großen Karikaturisten im Museum Industriekultur in Nürnberg

Rund 15000 Karikaturen „gehen auf sein Konto“,
Rund 15000 Karikaturen „gehen auf sein Konto“, lautete Horst Haitzingers grobe Schätzung vor einigen Jahren. Wirklich gezählt hat er sie nie. Warum auch? Es ist immer die Zeitung von morgen, für die der Meister mit Bleistift, Tusche und Pinsel ans Werk geht. Die Schau zum achtzigsten Geburtstag beleuchtet nun rund fünfzig Jahre seines Schaffens. Seit den frühen 1960er Jahren arbeitet Deutschlands bekanntester Karikaturist für die Tagespresse, fokussiert aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft und nimmt dabei spontane Aufreger und Absurditäten aus den Niederungen des Alltags ebenso aufs Korn wie soziale Ungerechtigkeit, Parteienstreit, Krieg und Terror. Dies alles serviert er, satirisch auf den Punkt gebracht, dem geneigten Zeitungsleser seit Jahrzehnten pünktlich zum Frühstück.
Die aktuelle Ausstellung im Museum Industriekultur wirft einen Blick zurück: Einige wenige Simplicissimus-Satiren aus den Anfangsjahren, als er, noch Student an der Kunstakademie, erste Erfolge erzielte, sind erhalten geblieben. Diese Raritäten sind ebenso Teil der Werkschau wie eine Auswahl von Spiegel-Titeln. Die frühen Blätter für die Tagespresse hat Haitzinger kaum archiviert.